Ein Pingiun verfangen in einer Plastikhalterung für Getränkedosen.

Die Wahrheit ist, das Thema Plastikmüll in der Umwelt befand sich nicht immer in meinem Bewusstsein. 2014 hörte ich erstmalig davon, dass es Mikroplastik gibt und dieses sowohl nahezu überall in der Umwelt zu finden ist, als auch in unseren Körper gelangen kann. Konnte das wahr sein?

Ja! Je weiter ich in dieses Thema eindrang, um so erschütterter war ich, was Plastik in der Welt so anrichtet. Eigentlich wäre die Aussage korrekt: "Was der Mensch durch seinen rücksichtslosen Plastikkonsum in der Welt anrichtet."

Ich kam bei meinen Bemühungen, Fakten zu sammeln, um einige traurige Wahrheiten nicht herum. Tiere sterben, weil sie Plastik für Nahrung halten oder sich in Plastikteilen verfangen. In den Meeren bilden sich riesige Plastikstrudel. Plastik zerfällt mit der Zeit in mikroskopisch kleine Teile, die auf Umwegen über die Nahrung wieder auf unseren Tellern landen können. Selbst eine achtlos weg geworfene Zigarettenkippe schadet durch den Plastikanteil und diverse Gifte im Filter der Umwelt in einem erheblichen Maße.

Das hoch gelobte Recycling von Plastikabfall entpuppt sich als Mogelpackung. Hier werden Zahlen veröffentlicht, die je nach Quellen weit voneinander abweichen. Ist es Recycling, wenn Plastik verbrannt wird, was als thermische Verwertung fein umschrieben wird?

Ich hätte die Welt gern plastikfreier. Hier findest du Informationen zu den verschiedenen Themen im Bereich Plastik, die nicht immer bequem sind. Aber es gibt auch Lösungsansätze und Menschen, die andere Wege gehen.

  • Ich habe da mal eine Frage!

    Was ist der Unterschied zwischen Silikon und Plastik? Sind beide Stoffe nicht irgendwie Kunststoffe und damit gleich schädlich? Sollte ich Silikon dem Plastik vorziehen oder auf Beides verzichte, wo es möglich ist?

    Eine Frage - viele Informationen und Details

    Ich selbst besitze in meinem Haushalt ein paar sehr nützliche Produkte aus Silikon, wie z.B. mehrere wunderbare Schaber, um Teig aus einer Schüssel oder den letzten Rest Marmelade aus einem Glas zu entfernen. Die Eiswürfelformen, die noch in den hintersten Ecken des Schrankes liegen, nutze ich nicht mehr, dafür habe ich einen tollen Ersatz gefunden, zu dem Du hier Informationen findest.

    Nach meiner Erfahrung ist Silikon mindestens genau so lange haltbar, wie Plastik. Gibt es dann dieselben Probleme, wenn ich Plastik durch Silikon ersetze? In einigen Beiträgen habe ich gelesen, dass Silikon an sich ungiftig ist. Wenn bei der Herstellung von Produkten mit bestimmten Eigenschaften allerdings Zusatzstoffe zu dem Silikon hinzukommen, dann sieht es schon wieder anders aus. Daher wurde das Inverkehrbringen bestimmter Silikone 2016 bereits verboten.*

    Liegt die Lösung des Problems im Weglassen oder ist es mal wieder nicht ganz so einfach? Inzwischen habe ich ja schon gelernt, dass es nicht hilfreich ist, in Schwarz oder Weiß zu denken.

    Die Zusammensetzung und Anwendungsmöglichkeiten von Silikon

    Zusammensetzung

    Zuerst habe ich mich mal mit den Unterschieden in der Zusammensetzung beschäftigt. Dazu habe ich im Internet auch Seiten besucht, von deren Inhalt ich nicht alles verstanden habe. Chemie war schon immer eine meiner Schwächen, besonders, wenn es komplex wird. Aber es gibt ja viele schlaue Menschen, die sich bereits mit dem Thema beschäftigt haben und die auch verständliche Erklärungen für mich hatten. Verstanden habe ich, dass der Grundbaustein von Silikon im Gegensatz zu Plastik nicht Erdöl ist, sondern Silizium, welches z.B. aus Sand gewonnen wird.

    Schaut man sich Silikon unter dem Mikroskop an, findet man, ähnlich wie bei Plastik, lange Molekülketten, die sogenannten Polymere. Doch diese Ketten haben nicht, wie bei Plastik, ein Rückgrat aus Kohlenstoffatomen, sondern aus Siliziumatomen, die sich mit Sauerstoffatomen abwechseln. Silizium ist auf der Erde nach Sauerstoff das zweithäufigste Element und ein Halbleiterelement, das eine elektrische Leitfähigkeit besitzt, die bei steigenden Temperaturen zunimmt. Neu war für mich, dass schon 2000 Jahre vor Christus aus Silizium Glas hergestellt wurde.**

    Ich will nicht weiter auf die chemischen Zusammensetzung eingehen. Bei Interesse kannst Du weitere Details hier nachlesen.

    Bei der Herstellung von Silikon muss viel Energie eingesetzt werden. Zunächst muss das Silizium gewonnen werden. Dieses kommt in der Regel nicht in reiner Form vor, sondern ist an andere Stoffe gebunden, z.B. im Quarzsand. Dieser Quarzsand muss bei Temperaturen um die 2000 Grad geschmolzen werden, um an das Silizium zu gelangen. Bei der Weiterverarbeitung wir ebenfalls teilweise viel Energie benötigt und es werden auch giftige Stoffe eingesetzt, um die Bestandteile zu trennen. Dabei entstehen teilweise giftige Nebenprodukte. Auch hier verweise ich gern auf weitere Informationen.

    Anwendungsgebiete

    Die Anwendungsgebiete für Silikon sind vielfältig. Neben den bereits beschriebenen Küchenhelfern, wie Schabern, Backformen oder Eiswürfelformen, gibt es z.B. auch diverse Erotikspielzeuge aus Silikon. Dazu kommen unendliche Einsatzmöglichkeiten in der Unterhaltungsindustrie oder dem Handwerk. Auch in der Medizin gibt es für Silikon aufgrund der hohen Lebensdauer, der guten biologischen Verträglichkeit und der Tatsache, dass es sich gut reinigen lässt eine breite Anwendungspalette.

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    Aufgrund spezieller Eigenschaften werden Silikone auch in Körperpflegemitteln eingesetzt. Hier findet man sie z.B. in Haarspülungen oder Cremes. Um es dort nutzen zu können, muss das eigentlich unlösliche Silikon in aufwendigen Verfahren mit anderen Stoffen mischbar gemacht werden. Dies erfordert wieder Energie und den Einsatz teilweise bedenklicher Stoffe, um die speziellen Eigenschaften zu erreichen. Bei der Anwendung, z.B. in einer Haarspülung, löst sich das Silikon dann wieder aus dem Gemisch und setzt sich auf der Oberfläche, in diesem Fall dem Haar, ab. Das führt dazu, dass die Haare im Laufe der Zeit immer dicker und schwerer werden. Bei den Cremes ist es so, dass sich ein Silikonfilm auf die Haut legt. Dieser kann den Stoffaustausch über die Haut beeinträchtigen und zu Hautunreinheiten führen.

    Die unlöslichen Silikonöle, die beim Waschen abgespült werden, gelangen mit dem Abwasser in die Klärwerke und landen dann, weil sie nicht heraus gefiltert werden können, im Klärschlamm.** Da tröstet es auch nicht, dass sie nicht so giftig sind wie Mikroplastik.

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    Erstes Fazit

    Zur Herstellung von Silikon wird sehr viel Energie benötigt.

    Silikon ist nicht biologisch abbaubar, da es durch die Verarbeitung zu einem "Kunststoff" wird.

    Silikon kann nicht kompostiert werden, eben weil es nicht biologisch abbaubar ist.

    Aus Silikon lösen sich, je nach Zusammensetzung, Substanzen, die z.B. hormonell wirksam sind.

    Silikon enthält keine Weichmacher.

    Silikon ist kaum recycelbar, im Sinne der Herstellung neuer Silikonprodukte.

    Silikon zerfällt nicht zu "Mikroplastik".

    Wird Silikon nicht verbrannt, verbleibt es länger sichtbar in der Natur als Plastik.

    Silikon ist temperaturresistenter als andere Kunststoffe.

    Ich bin mir jetzt immer noch nicht sicher, ob es okay ist, weiterhin Produkte aus Silikon zu verwenden. Bei sehr langlebigen Produkten im Haushalt ist der Vorteil, im Gegensatz zu Plastik, dass sich kaum giftige Stoffe daraus lösen.

    Auf Kosmetikprodukte mit Silikon verzichte ich schon lange und werde dies auch weiter tun.

    Auch meine Backmatten oder Silikonformen werde ich nicht mehr benutzen, sondern die Backbleche lieber mehr einfetten.

    Meine Eiswürfelformen werde ich wohl entsorgen. Dies kann ich über den normalen Hausmüll machen. Dann werden die Teile der thermischen Verwertung zugeführt. Das ist keine perfekte Lösung, aber da sind wir wieder mal bei dem Punkt, dass ich nicht immer DIE richtige Antwort für alle Probleme in diesem Bereich habe.

    Schreibe mir gern Deine Meinungen zu diesem Thema. Bei einem Austausch kann auch ich noch etwas dazu lernen.

    Hat Dir der Beitrag gefallen oder Dir Anregungen gegeben? Dann empfehle ihn gern weiter und lass mir eine Bewertung da.

  • Heute habe ich einen Gastbeitrag für Euch. Das Team vom Outdoor- und Wassersport-Magazin "BeyondSurfing" hat die aktuellsten Quellen zum Thema Plastikbelastung der Meere ausgewertet, mit erschreckendem Ergebnis. Es gibt weiterhin viel zu tun.

  • Littern geht Jeden an

    Wir haben ein Problem! Es liegt auf der Erde schwimmt in Pfützen, Bächen und Flüssen bis ins Meer. Die Rede ist von Müll und Zigarettenkippen, achtlos weg geworfen oder aus übervollen Mülleimern herausquellend.

  • Des Deutschen Lieblingsgetränk

    Wir Deutschen sind mehr oder weniger leidenschaftliche Kaffeetrinker. Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes trinken 86 Prozent der Erwachsenen täglich oder mehrmals in der Woche Kaffee. Mit ca. 150 Litern pro Person und Jahr ist Kaffee das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland, noch vor Wasser mit 135 Litern und Bier mit 107 Litern.*

  • Unser Konsumverhalten vermüllt Afrika

    Die Bilder sind schwer zu ertragen. Berge von kurzlebiger, weggeworfener Trendkleidung bekannter europäischer Marken vermüllen ganze Landstriche in Afrika.

    Fast Fashion - ein dreckiges Geschäft

    Vor ein paar Tagen habe ich einen Beitrag von Greenpeace gelesen, der mir ordentlich zu schaffen gemacht hat. Es geht in diesem Beitrag um die Frage, wo unser Textilmüll landet. Es geht hier nicht um ausrangierte Kleidung, die noch gut tragbar ist und an denen die Menschen in anderen Ländern noch etwas verdienen können, wie uns manchmal weisgemacht wird. Die Bilder, die zu diesem Beitrag gehörten zeigen eine schreckliche Wahrheit auf.

    Die Modetrends verändern sich von Saison zu Saison, Kleidung wird immer billiger produziert. Als günstiges Material werden hauptsächlich Kunststofffasern auf Erdölbasis (Polyester) verwendet, die teilweise auch noch mit umweltschädlichen Farben gefärbt oder anderweitig behandelt werden. Die Qualität dieser Kleidung ist teilweise so schlecht, dass sie nach kurzer Zeit nicht mehr getragen werden kann. Der Modetrend ist schon wieder vorbei und statt der weiten Hosen sind jetzt kurze Hosen gefragt, unter denen Strumpfhosen getragen werden.

    Ehrlich gesagt, kenne ich den aktuellen Trend gar nicht, da es diesen meist sowieso nicht in meiner Größe gibt. Viele Menschen haben mehr Kleidung in ihren Schränken, als sie anziehen können und vieles davon ist schon aus der Mode gekommen.

    Allein in Deutschland kommen jährlich ca. 1 Mio Tonnen Altkleider zusammen, die bei Kleidersammlungen oder in Container abgegeben werden. Dabei hatte ich früher auch noch ein gutes Gewissen, da ich ja davon ausgegangen bin, dass diese Kleidung für ein geringes Entgeld an Menschen weiter gegeben wird, die sie brauchen. Die Wahrheit ist, dass lediglich 10 - 30% dieser Kleidungsstücke in den jeweiligen Ländern weiterverkauft werden.

    Aber nicht nur Kleidung aus den Altkleidersammlungen und Containern, sondern auch Kleidung aus Überproduktion und sogar Textilabfälle werden unter dem Deckmantel von "Altkleiderexporten" in Länder Afrikas verschifft. 

    Auf dem Foto steht Viola Wohlgemuth, Expertin für Ressourcenschutz von Greenpeace, inmitten eine Halde von Altkleidern in Afrika.

    Die Folgen für Mensch und Umwelt

    „Die Fast-Fashion-Industrie hat Kleider zu nicht recyclefähigen Plastikwegwerfartikeln gemacht, wie eine Plastiktüte“ sagt Viola Wohlgemuth, Expertin für Ressourcenschutz von Greenpeace. „Wir decken mit unserer Recherche auf, wie sich die Länder und Firmen des globalen Nordens ihrer Verantwortung für diesen Sondermüll entziehen. Sie lassen die Menschen in Ostafrika mit dem exportieren Plastik-Textilmüll allein - ohne jede Infrastruktur für die Entsorgung.*

    Häufig hört man etwas von einer „Kreislaufwirtschaft“, mit denen Textilunternehmen werben. Das soll beruhigen, ist aber ziemlich weit weg von der Wahrheit. "Weniger als ein Prozent aller Kleidungsstücke werden aus recycelten Textilfasern neu hergestellt. Und das Produktionsvolumen steigt jährlich immer noch um 2,7 Prozent."*

    Die meisten entsorgten Alttextilien sind Billigprodukte die zu 70% aus nicht recycelbaren Plastikfasern bestehen, die teilweise auch noch giftige Stoffe enthalten. Einen Nutzen können die Menschen in diesen Ländern also kaum daraus ziehen.

    In dem Bericht von Green Peace wird z.B aus Kenia berichtet. Hier fließt der Fluss Nairobi durch die Hauptstadt. Früher haben die Menschen in dem Fluss gebadet und das Wasser getrunken Das ist nicht mehr möglich, weil bei jedem Regen Teile dieser belasteten Plastikstofffetzen in den Fluss gespült werden und am Ende im indischen Ozean landen. Sauberes Wasser gibt es nur noch teuer aus Plastikflaschen.*

    Lösungen nützen jedem

    Welche Alternativen hast Du? Ein Bekannter sagte schon vor etlichen Jahren: "Ich bin zu arm, um mir billige Kleidung zu kaufen." Das hat mich beeindruckt und ich habe mir diesen Spruch zu eigen gemacht. Natürlich habe ich auch noch viele Kleidungsstücke aus Kunstfasern, sprich Plastik, in meinem Kleiderschrank. Aber es sind viele dabei, die ich schon seit 10 Jahren besitze. Das stelle ich manchmal beim Betrachten von alten Fotos fest. 

    Hier liegen zwei meiner schon recht alten Kleidungsstücke, die aus einer Mischung von Baumwolle, Polyester und Elastan bestehen. auch in meinem Kleiderschrank finden sich noch Plastiksünden.

    Bei Neukäufen achte ich darauf, aus welchem Material die Kleidungsstücke bestehen. Manchmal flutscht mir auch noch ein Teil aus Kunstfasern durch, aber überwiegend bestehen meine neuen Kleidungsstücke aus Biobaumwolle und Leinen, die möglichst in Deutschland produziert werden.

    Es gibt inzwischen tolle Unternehmen oder Geschäfte, die sich bei der Herstellung bzw. Auswahl an Produkten viele Gedanken machen und wunderbare Alternativen anbieten. Zwei Beispiele findest Du unten in den Links.

    Auf Qualität zu achten schont nicht nur die natürlichen Ressourcen, sondern auch den Geldbeutel. Denn meist halten die Kleidungsstücke auch länger. Weniger Kleidung im Schrank macht die morgendliche Auswahl etwas leichter und ich wurde noch nie darauf angesprochen, ob ich denn nicht noch andere Sachen im Schrank habe, wenn ich Kleidung in kurzen Abständen wieder anziehe. Ich habe ja auch Lieblingsstücke, die mir immer wieder in die Hand fallen.

    Es lohnt sich, beim nächsten Kleiderkauf über die Folgen nachzudenken. Für Dich, Deinen Geldbeutel und die Umwelt. Vielleicht gelingt es auch hier, dass wir mit unserem Kaufverhalten die Unternehmen zum Umdenken bringen.

    Den ganzen Artikel, aus dem die meisten Informationen stammen und viele Bilder findest Du hier.

    Vielen Dank an die Green Peace Fotoredaktion, die mir zwei Fotos (von Kevin McElvaney/Greenpeace) zur Nutzung für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt haben.

  • Geisternetze sind kein Seemannsgarn

    Nach einem Sturm findet der Strandspaziergänger neben den üblichen Plastikabfällen auch Teile von Fischernetzen, Schnüre und kleine Bojen zur Markierung von Netzen am Strand. Teilweise befinden sind darin auch Tierkadaver, die in den sogenannten Geisternetzen qualvoll verendet sind.

  • Darf es noch ein wenig Plastik sein?

    Ich wusste, dass wir mikroskopisch kleine Teile über das Trinkwasser und die Nahrung aufnehmen, wenn diese in Plastik verpackt sind. Dann erfuhr ich, dass auch noch giftige oder hormonähnliche Stoffe dabei sind und dass die Menge eine Kreditkarte aufwiegt.

  • Kleine Ursache Große Wirkung

    Es scheint eine Kleinigkeit zu sein. Eine aufgerauchte Zigarettenkippe wird aus einem fahrenden Auto geworfen, am Strand im Sand vergraben oder in einen Regenwasserablauf geworfen. Aus den Augen, aus dem Sinn - denkt der Raucher.

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