Ein ausgewaschener Ast liegt am Stand von Bornholm. Darunter die Plastikfrei Plakette Kiei und Umland

Ursprung und Teilnahmebedingungen

Plastikfrei werden - importiert von einer Insel aufs Festland 

Seit dem Sommer 2019 gibt es die Kampagne "Bye Bye Plastik Kiel und Umland" in dieser Region. Sicher fragen sich einige Menschen, wie ich auf diese Idee gekommen bin. Ich hatte einige Zeit zuvor die Initiative "Bye Bye Plastik Bornholm" kennen gelernt. Steffie Schroeter, die diese Initiative ins Leben gerufen hat, lebt auf der dänischen Insel Bornholm und will der Flut von Einwegplastik an Land und vor allem im Meer entgegen treten. Steffi und ihre mutige Idee haben mich nicht mehr losgelassen. 

Was mich anspornt

Anfang 2019 war ich mit meiner Tochter zu einem Workshop, bei dem es darum ging, herauszufinden, was auf der Visitenkarte meines Lebens steht. Das war ein sehr produktives und interessantes Wochenende. Unterschiedliche Menschen waren dort, jeder mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Hier lernte ich Steffi Schroeter kennen. Sie begleitete die Teilnehmer des Workshops, den ihr Mann leitete. Einige Zeit zuvor hatte sie die Initiative "Bye Bye Plastik Bornholm" ins Leben gerufen. Ihre Beweggründe waren mir vertraut und sie vertrat ihre Standpunkte mit so viel Begeisterung, dass ich das Gefühl hatte, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Bilder von Plastikinseln in den Meeren oder verhungernden Walen mit Unmengen an Plastik im Magen, Mikroplastik im Boden und jetzt schon im menschlichen Körper. Diese sehr realen Bilder, die keinem Science - Fiction entspringen, sind meine Motivation. Menschen, die einfach anfangen, sich auch emotional engagieren und sich nicht davon abhalten lassen, wenn das Umfeld darauf mit Unverständnis oder sogar Ablehnung reagiert, haben mich immer beeindruckt. An diesem Wochenende war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich beschloss - das kann ich auch. 
Meine persönliche bzw. private Bereitschaft, Plastikmüll zu sparen und Alternativen für Einmalplastik zu finden, waren mir nicht mehr genug. Ich fand die Idee spannend, andere Menschen und sogar Unternehmen auf diesem Weg in ein plastikfreies Leben mit zunehmen, sie zu unterstützen und andere Menschen über ihren Erfolg zu informieren. 

So wurde die Idee geboren, die Initiative „Bye Bye Plastik - Kiel und Umland“ zu starten. Das war aber noch nicht alles. Aus dieser Idee entstand dann diese Webseite, die ich mit Hilfe von Stefan Kempf, der inzwischen ein Freund geworden ist, aufgebaut habe (oder besser er mit mir). Ich gebe zu, dass ich es mir etwas einfacher vorgestellt habe. Da ich wenig Erfahrung mit den Medien Internet, Computern, dem Schreiben von Texten, dem Fotografieren oder der Herstellung von Videos hatte, musste ich bis hierher sehr viel lernen. Es fiel mir leichter über plastikfreie Alternativen zu sprechen und die Menschen zu begeistern, als diese Begeisterung auf eine Webseite zu bringen. Aber ich habe gelernt und zwar mit und durch tolle Menschen, die mich auf diesem Weg begleiten und mir helfen.

Ein Basstölpel hat sich auf einem Felsen in Plastik verfangen und versucht davon zu fliegen.

Teilnahmebedingungen für Byebyeplastik Kiel und Umland

Diese Initiative wird von Privatpersonen oder kleinen Gruppen von Menschen mit Leben gefüllt. Inzwischen habe ich bereits Anfragen von interessierten Frauen, die mich unterstützen wollen. Das begrüße ich natürlich. Im Rahmen dieser Kampagne werden “Plastikfrei-Plaketten” an Unternehmen wie z.B. Cafés, Geschäfte, Restaurants, aber auch Vereine, Kantinen, Schulen, Kindergärten und öffentliche Einrichtungen vergeben.
Die Voraussetzung dafür ist, Wege zu finden, auf Einmal-Plastik-Produkte zu verzichten, diese durch plastikfreie Alternativen ersetzen und vielleicht auch noch einige Schritte weiter gehen zu wollen. Was können ersetzbare Plastikteile sein?

  • Plastikbecher/-deckel und Plastikgläser
  • Plastiktüten
  • Plastikbesteck und Rührlöffel/-stäbchen
  • Plastikstrohhalme
  • Plastikflaschen ohne Pfand
  • Plastik “to go”-Verpackungen

Wirtschaftliche Vorteile durch nachhaltiges Wirtschaften? 

Immer wieder begeistert mich die Leidenschaft der Unternehmer mit einer Plastikfrei Plakette. Sie sind davon überzeugt, dass der Verzicht auf Einmalplastik ein wichtiger Schritt in eine Zukunft ist, in der es weniger Plastik im menschlichen Körper, im Boden oder im Meer gibt.
Es stellen sich jedoch für ein Unternehmen auch andere Fragen. Es geht um Arbeitsplätze, um Wirtschaftlichkeit und die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Was bringt es für ökonomische Vorteile, bzw. kann die Veränderung zu einem Alleinstellungsmerkmal werden? Unter der Kategorie: "Das plastikfreie Unternehmen" haben mir einige Unternehmen einen interessanten Einblick in diese Zahlenwelt gegeben. Ich möchte mich bei den entsprechenden Unternehmen bedanken, dass sie hier so offen sind.


 

Hat Dir der Artikel gefallen?

Ich freue mich wenn Du mir eine Bewertung da lässt ob Dich der Artikel weitergebracht hat.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 
Wünsche, Fragen oder Anregungen?

Wenn Dir etwas fehlt oder besonders gefallen hat, schreib mir! Schreib mir auch wenn Du Kontakt aufnehmen möchtest.

Schreib mir!