Ein ausgewaschener Ast liegt am Stand von Bornholm. Darunter die Plastikfrei Plakette Kiei und Umland

Ursprung und Teilnahmebedingungen

Plastikfrei werden - importiert von einer Insel aufs Festland 

Anpassung der Teilnahmebedingungen aufgrund des Inkrafttretens der "Verordnung über das Verbot des Inverkehrbringens von bestimm­ten Einwegkunststoffprodukten und von Produkten aus oxo-ab­baubarem Kunststoff" am 03.07.2021.

Es ist ein Behälter aus Styropor mit warmem Essen darin zu sehen

Teilnahmebedingungen für Byebyeplastik Kiel und Umland

Diese Initiative wird von Privatpersonen oder kleinen Gruppen von Menschen mit Leben gefüllt. Im Rahmen dieser Kampagne werden “Plastikfrei-Plaketten” an Unternehmen wie z.B. Cafés, Geschäfte, Restaurants, aber auch Vereine, Kantinen, Schulen, Kindergärten und öffentliche Einrichtungen vergeben.

Die neuen Ziele, welche sich aus der Einwegkunststoffverbotsverordnung ergeben, sind:

        
  1. Weniger Plastik-Verpackungsmüll
  2. Mehrweg und Refill statt Einweg
  3. Re-Use statt Wegwerfen
  4. Weniger Mikroplastik
  5. Leitungswasser statt Plastikflaschen
  6. Verzicht auf Plastiktüten & Luftballons
  7. Zigarettenkippen in den Müll

Unternehmen, Kommunen und Touristikunternehmen, die Partner von BBP und einen Smiley erwerben wollen, können sich unter Beachtung der folgenden Kriterien für eine Smiley-Vergabe bewerben:

Verzicht auf:

  • Plastikbeschichtete Pappbecher
  • Plastiktüten
  • (Bio-)-Plastikdeckel & (Bio)-Plastikbecher
  • Plastikflaschen mit Einwegpfand
  • (Bio-)-Plastik To-Go-Verpackungen z.B. für Sandwiches oder Salat
  • Kleinverpackungen für Sahne, Ketchup, Marmelade, Kaffeekapseln etc.
  • Giveaways aus Plastik wie Luftballons und aus Kunststofftextilien wie Stofftiere

Wirtschaftliche Vorteile durch nachhaltiges Wirtschaften? 

Immer wieder begeistert mich die Leidenschaft der Unternehmer mit einer Plastikfrei Plakette. Sie sind davon überzeugt, dass der Verzicht auf Einmalplastik ein wichtiger Schritt in eine Zukunft ist, in der es weniger Plastik im menschlichen Körper, im Boden oder im Meer gibt.
Es stellen sich jedoch für ein Unternehmen auch andere Fragen. Es geht um Arbeitsplätze, um Wirtschaftlichkeit und die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Was bringt es für ökonomische Vorteile, bzw. kann die Veränderung zu einem Alleinstellungsmerkmal werden? Unter der Kategorie: "Das plastikfreie Unternehmen" haben mir einige Unternehmen einen interessanten Einblick in diese Zahlenwelt gegeben. Ich möchte mich bei den entsprechenden Unternehmen bedanken, dass sie hier so offen sind. 

Übergabe der Plastikfreiplakette an den ersten Bewerber Chrisitan Birke vom Hotel Birke in Kiel

Was mich anspornt

Bilder von Plastikinseln in den Meeren oder verhungernden Walen mit Unmengen an Plastik im Magen, Mikroplastik im Boden und jetzt schon im menschlichen Körper. Diese sehr realen Bilder, die keinem Science - Fiction entspringen, sind meine Motivation. Menschen, die einfach anfangen, sich auch emotional engagieren und sich nicht davon abhalten lassen, wenn das Umfeld darauf mit Unverständnis oder sogar Ablehnung reagiert, haben mich immer beeindruckt. 

Ein Vogel hat sich mit dem Kopf in der Plastikverpackung von Getränkedosen verfangen.

Meine persönliche bzw. private Bereitschaft, Plastikmüll zu sparen und Alternativen für Einmalplastik zu finden, waren mir nicht mehr genug. Ich fand die Idee spannend, andere Menschen und sogar Unternehmen auf diesem Weg in ein plastikfreies Leben mit zunehmen, sie zu unterstützen und andere Menschen über ihren Erfolg zu informieren. 

Seit dem Sommer 2019 gibt es die Kampagne "Bye Bye Plastik Kiel und Umland" in dieser Region. Ich hatte einige Zeit zuvor die Initiative "Bye Bye Plastik Bornholm" kennen gelernt. Steffie Schroeter, die diese Initiative ins Leben gerufen hat, lebt auf der dänischen Insel Bornholm und will der Flut von Einwegplastik an Land und vor allem im Meer entgegen treten. 

Ihre Beweggründe waren mir vertraut und sie vertrat ihre Standpunkte mit so viel Begeisterung, dass ich das Gefühl hatte, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Steffi und ihre mutige Idee haben mich nicht mehr losgelassen. 

Ein Basstölpel hat sich auf einem Felsen in Plastik verfangen und versucht davon zu fliegen.

So wurde die Idee geboren, die Initiative „Bye Bye Plastik - Kiel und Umland“ zu starten. Das war aber noch nicht alles. Aus dieser Idee entstand dann diese Webseite, die ich mit Hilfe von Stefan Kempf, der inzwischen ein Freund geworden ist, aufgebaut habe (oder besser er mit mir). Ich gebe zu, dass ich es mir etwas einfacher vorgestellt habe. Da ich wenig Erfahrung mit den Medien Internet, Computern, dem Schreiben von Texten, dem Fotografieren oder der Herstellung von Videos hatte, musste ich bis hierher sehr viel lernen. Es fiel mir leichter über plastikfreie Alternativen zu sprechen und die Menschen zu begeistern, als diese Begeisterung auf eine Webseite zu bringen. Aber ich habe gelernt und zwar mit und durch tolle Menschen, die mich auf diesem Weg begleiten und mir helfen.


 

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