Der Wind der Vortage hat einen hohen Wall an Seegras am Ufer aufgeworfen. Im Hintergrund befindet sich das sonnenbeschienene Meer mit ein paar kleinen Segelbooten und Möwen in der Ferne, die auf dem Meer schwimmen.

Seegrasernte

Selbst ist die Frau

Heute möchte ich Dich auf den neuesten Stand zum Thema Seegras bringen. Vor einiger Zeit hatte ich angekündigt, dass ich auch selber mal Seegras ernten wollte. Das habe ich jetzt tatsächlich getan.

Aus dem Meer gefischt

In dem Beitrag "Das Gras aus dem Meer" habe ich beschrieben, wie wertvoll Seegras sein kann.

Jetzt brauchte ich neues Seegras, um mein Yoga - Kissen nachzufüllen. Dies war vorher mit kleinen Plastikkügelchen gefüllt, die so nach und nach zu feinem Plastikstaub / Mikroplastik zerfielen. Diese Mikroplastikquelle hatte ich zum Zeitpunkt des letzten Beitrages schon ausgetauscht. Durch das Sitzen auf dem Kissen war das Seegras jedoch schon etwas zusammen gedrückt worden und es bedarf einer Nachfüllung.

Da es im August und auch Anfang September noch ein paar schöne Tage gab, war ich noch einige Male in der Ostsee schwimmen. Nach ein paar Tagen mit kräftigen Winden war es da - das Seegras. Es lag einfach so am Strand herum bzw. schwamm in der Nähe des Ufers im Wasser. Ich brachte es nur noch einzusammeln. 

Ein Sommertag am Strand, Segelboote auf dem Meer. Es ist genug Wind da. Im Vordergrund eine steinige Küste und in der linken Ecke sind Strandrosen zu sehen.

Nach einigen Versuchen habe ich festgestellt, dass es am einfachsten ist, im flachen Wasser umher zu waten und das Seegras mit den Händen aus dem Wasser zu fischen. Das funktioniert natürlich nur, wenn man, wie ich, nur eine relativ geringe Menge an Seegras benötigt. Das Seegras, was bereits am Strand liegt, ist schon ein wenig vorgetrocknet, jedoch ist es mit einer nicht unerheblichen Menge Sand vermengt, die man vor dem Trocknen heraus spülen muss. 

Die Weiterverarbeitung

Da sind wir auch schon beim nächsten Schritt angelangt. Das Seegras muss gespült und von Fremdkörpern, wie Federn, Plastikteilen, Seetang und Algen, befreit werden. Natürlich muss auch der Sand entfernt werden.

Das habe ich beim ersten Mal vor dem Haus auf dem Rasen gemacht und ich kann Dir sagen, es war ziemlich anstrengend. Ich besitze ja keine große Waschanlage oder Bottiche bzw. Regentonnen, da wir in einem Mehrfamilienhaus leben.

Also immer schön eine kleine Menge Seegras in einer kleinen Wanne gespült und dann nochmal in einem Eimer. Das Ganze nochmal wiederholen, bis das Wasser klar ist. Dann den nächsten kleinen Haufen spülen. Mit dem Wasser konnte ich ordentlich unsere Blumenrabatte wässern. 

Ein Eimer und eine flache Schüssel sind mein Werkzeug und das Seegras in kleinen Portionen auf dem Rasen am Haus zu spülen - ziemlich mühsam.

Das Trocknen funktionierte prima auf unserem Balkontisch. Die Sonne schien ein paar Tage hintereinander und es wehte ein laues Lüftchen. So war das Seegras schon fast trocken, bevor ich es auf dem Wäscheboden nochmal zum Trocknen ausgelegt habe. Jetzt ist es fertig und mein Yoga - Kissen kann aufgefüllt werden. 

Auf unseren Balkontisch wurde ein großes Handtuch ausgebreitet und darauf das Seegras zum Trocknen ausgelegt. Das funktionierte gut.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Ich habe dann noch mehr Seegras geerntet. Diesmal habe ich es nur aus dem Wasser gefischt und habe mir damit das aufwendige Ausspülen des Sandes gespart. Es reichten die Spülgänge zum Entfernen des Salzwassers und der Fremdkörper, wie Algen, Federn oder Stöckchen.

Das Wetter war da schon etwas kühler und so trocknete es nicht mehr so schnell. Das war auch nicht notwendig. Diesmal wollte ich das Seegras für meine Balkonkästen und Töpfe haben.

Ich habe es klein geschnitten und in der Blumenerde verteilt. Mal sehen, wie es im nächsten Frühjahr aussieht und ob man merkt, dass der Boden etwas besser wird. Dann könnten wir noch mehr auf unserem kleinen Balkon ernten.

Wenn Du auch Lust hast, Seegras zu sammeln und Fragen dazu hast, dann schreibe mich gern an. Es ist auch ein schönes Andenken an einen Urlaub am Meer.

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