Selbst gefaltete Papiermülltüte neben einem Plastikbehälter auf schwarzem Grund

Müll ohne Plastiktüte

Es sind die kleinen Schritte

Vermeidung von Einmalplastik ist der wichtigste Schritt, um den Eintrag von Plastik in die Natur zu verhindern. Wenn 650 000 Menschen aus Kiel und Umgebung ein Stück Einmalplastik in der Woche einsparen, sind das im Monat 2,6 Mio Stück Einmalplastik, die nicht in der Umwelt landen können.

Der Weg ist das Ziel

Die Menge des Mülls aus meinem Zwei-Personen-Haushalt hat sich schon mehr als halbiert. Das ist für mich ein großer Schritt in die richtige Richtung. 

Ein Blick in die gelbe Tonne mit diversen Verpackungen und gelben Säcken.

Da wir ja häufiger den Inhalt unseres Mülleimers überprüfen, hatte ich irgendwann die Mülltüten im Visier. Bei dem Restmüll und dem gelben Sack war es recht einfach. Wir haben die Tüten einfach weg gelassen und reinigen die Mülleimer regelmäßig.

Etwas schwieriger war es beim Biomüll. Da hatte ich etwas Angst, dass es Schmierkram wird. Die Müllbeutel aus Biokunststoff, wie z.B. Maisstärke, die als "kompostierbar" angepriesen werden, zerfallen nicht in der kurzen Zeit, in der Biomüll kompostiert. Dazu braucht es spezielle Umweltbedingungen.

Druckerschwärze im Biomüll

Die Lösung ist eine gefaltete Mülltüte aus Zeitungspapier. Ich konnte mich erinnern, dass ich in einem Buch eine entsprechende Anleitung gesehen hatte. (Quelle: "Zero Waste" von Shia Su)

Ein Bekannter meinte anfangs, dass das ja wohl nicht mein Ernst sei. Zeitungspapier mit giftiger, bleihaltiger Druckerschwärze in den Biomüll zu werfen. Das hat mich kurz verunsichert. Aber ich kenne zum Glück einen Mitarbeiter der Abfallwirtschaft in meinem Kreis, den ich danach fragen konnte.

Von ihm erfuhr ich, dass die Druckerschwärze heute frei von Substanzen ist, die der Umwelt schaden. Sie besteht fast vollständig aus gereinigtem Ruß. Weitere Bestandteile verdampfen während des Druckens. Es ist auch überhaupt nicht schlimm, wenn Zeitungen in den Müll gelangen. Im Gegenteil, das Papier saugt entstehende Flüssigkeit auf. Toll, das wäre geklärt.

 

Meine Mülltüte für den Biomüll

Du brauchst eine alte Zeitung. Da wir die Zeitungen abbestellt haben, nutzen wir die kostenlosen Ausgaben einer Werbezeitung. Bei feuchem Müll, solltest Du zwei Lagen Zeitungspapier nehmen.

        
  1. Im ersten Schritt wird die Zeitung auf einer Unterlage ausgebreitet. Sie ist von der Form her rechteckig, daher musst du ein Stück der schmalen Seite einschlagen, damit das Papier quadratisch wird.

    Aus dem rechteckigen Papier ein Quadrat machen.
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  3. Jetzt werden die gegenüber liegenden Ecken aufeinander gelegt, so dass ein Dreieck entsteht.

    Die Zeitung wird zu einem Dreieck gefaltet.
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  5. Der nächste Schritt ist eigentlich der schwierigste. Du legst das Dreieck mit der langen Seite zu Dir und faltest zuerst eine Ecke zur Mitte hin und dann die andere Seite auch.

    Die Eckendes Dreiecks über die Mitte klappen.
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  7. Die Spitze, die nach oben ragt, wird jetzt einfach nach unten geklappt. Das gleiche machst du mit der Spitze auf der anderen Seite, nachdem Du die fast fertige Mülltüte einfach umgedreht hast.

    Die oberen Spitzen werden jeweils auf ihrer Seite herunter geklappt.
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  9. Jetzt kannst du die Tüte einfach aufstellen und den Boden etwas flach drücken.

    Die fertige Mülltüte

 

Hier ein kleiner Tipp

Ich stelle die Tüte in einen Behälter von Tupper, damit er etwas mehr Stabilität hat und falls das Papier doch durchfeuchtet. Es ist eine Kleinigkeit, aber viele kleine Schritte führen zum Ziel und das ist in diesem Fall - weniger Einmalplastik.

Ich hoffe, das Falten gelingt. Bei Fragen schreibe mich gern an.

 

Klicke/tippe auf das Bild, dann siehst Du die Schritte noch einmal nacheinander

Bilderfolge, wie eine Mülltüte aus einer Zeitung gefaltet wird.


 

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